
Die NABU-Gruppe Frankenau hat am Mittwoch 20. Mai 2026 zu einer naturkundlichen Wanderung in der Gemarkung Frankenau eingeladen. Die Exkursion wurde von dem Biologen und FFH-Gebietsmanager des Landkreises, Markus Schönmüller, fachlich begleitet. Ziel der Wanderung waren die beiden Naturdenkmäler „Orchideenwiese am Mittelberg“ und „Aspenwiese“ sowie das FFH-Gebiet „Magerrasen-Komplex am Mittelberg bei Frankenau“. Herr Schönmüller stellte den Teilnehmern Pflanzenarten vor, die auf nährstoffarme (magere) Standorte sowie eine bestimmte Grünlandbewirtschaftung angewiesen sind und daher vielerorts nicht mehr zu finden sind. Hierzu zählen zum Beispiel die Wiesen-Margerite, der Knöllchen-Steinbrech, der Kleine Klappertopf, das Echte Labkraut, die Schwarze Teufelskralle, das Zittergras sowie das Breitblättrige Knabenkraut (Orchidee). Herbert Ruhwedel, erster Vorsitzender der NABU Ortsgruppe, berichtete von den jährlich stattfindenden Pflegemaßnahmen zur Erhaltung dieser wertvollen Flächen: Die Flächen werden traditionell bewirtschaftet in Form einer Mahd mit anschließender Heugewinnung. Wenn ein Befahren der Standorte (z.B. Feucht- und Nasswiesen) mit schweren Maschinen nicht möglich ist, kommt der vereinseigene Balkenmäher zum Einsatz und das Mahdgut wird per Hand ausgetragen. Zudem findet auf einigen Flächen eine Nachbeweidung mit dem „Hinterwälder Rind“ statt. Hierbei handelt es sich um eine für die Landschaftspflege besonders geeignete, alte Haustierrasse. Der NABU Frankenau setzt sich bereits seit 1990 für den Erhalt des artenreichen Grünlandes rund um Frankenau und seiner Umgebung ein. Der Erfolg dieses Einsatzes zeigt sich unter anderem an der gestiegenen Zahl an Orchideen, an deren purpurroter Blütenpracht sich nun die Besucher der Frankenauer Flur erfreuen können.
Die NABU Gruppe Frankenau hat am 25.04.2026 fünf Apfelbäume als Ergänzung zu vorhandenen Obst-bäumen in das ND Wacholderheide bei Altenlotheim gepflanzt und Verbissschutz angebracht.
Für ein erfolgreiches Anwachsen werden die Obstbäume in den ersten Tagen nach der Pflanzung gewässert.
Gepflanzt wurde jeweils ein Baum der Sorten
Finkenwerder Prinzen, Horneburger Pfannkuchen, Landsberger Renette, Landsberger Renette und Roter Eiser.
Bei steigenden Temperaturen erwachen Flora und Fauna langsam aus dem Winterschlaf. Dies nahm die Ortsgruppe Frankenau des Naturschutzbundes (NABU) zum Anlass für eine Wanderung. 17 Personen starteten an der Burg Hessenstein und wanderten circa 7 Kilometer durch das Naturschutzgebiet Lengelbachtal – auf der Suche nach den ersten Blüten des Jahres. Das Naturschutzgebiet umfasst die Aue des Lengelbachs mit ihren Wiesenflächen sowie die bewaldeten Talhänge. Dort zeigten sich Hohler Lerchensporn, das Gelbe Buschwindröschen, violett blühende Veilchen sowie das Scharbockskraut als typische Kräuter der Laubmischwälder. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer von den Block- und Hangwäldern. Im Anschluss wurde auf Burg Hessenstein gegrillt. Informationen zu weiteren Wanderungen und Aktionen gibt es hier auf der Webseite unter Termine. (siehe auch HNA 17. April 2026)
Fotos: Karsten Rotthowe
Fotos: Maren Lange und Karsten Rotthowe
Fotos: Maren Lange
Am 24. Mai hatte die NABU-Gruppe Frankenau zu einer naturkundlichen Wanderung in den Weidengrund in der Gemarkung Frankenau eingeladen. Die Exkursion wurde fachlich begleitet von Achim Frede vom Nationalpark Kellerwald-Edersee und Carsten Müller vom Landschaftspflegeverband Waldeck-Frankenberg.
Die Experten stellten die einzigartige Bedeutung der historisch gewachsenen Kulturlandschaft rund um Frankenau und seiner Umgebung heraus, welche Kulisse der Arche-Region und Kerngebiet des Naturschutzgroßprojektes Kellerwald-Region ist.
Durch die beispielhafte Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft, den Einsatz vom Aussterben bedrohter Haustierrassen und die enge Zusammenarbeit mit dem NABU Frankenau konnte die kleinbäuerliche Kulturlandschaft teilweise erhalten und weiterentwickelt werden. Die NABU-Ortsgruppe setzt sich bereits seit 1990 für den Erhalt des artenreichen Grünlandes ein und sichert diese auf mittlerweile über 20 Hektar Grünland in eigener Regie, durch Mahd und den Einsatz von Hinterwälder Rindern.
Abschluss und Highlight der Exkursion bildeten die Aspenwiesen südöstlich von Frankenau, auf welchen sich ab Mai ein faszinierender Orchideenreichtum mit purpurrotem Blühaspekt bewundern lässt. Vor dem Hintergrund des aktuellen Biodiversitätsverlustes gewinnt die Kulturlandschaft rund um Frankenau als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zunehmend an Bedeutung und ist Vorzeigelandschaft von nationaler Bedeutung.
Fotos: Maren Lange
Fotos: Maren Lange
Fotos: Maren Lange