Das gedrungene, 30 Zentimeter große und 290 bis 470 Gramm schwere Rebhuhn ist dank seines überwiegend braungrauen Gefieders ein Tarnungskünstler. Erwachsene Rebhühner haben eine orangebraune
Kopfzeichnung und tragen auf dem Bauch einen mehr oder weniger stark ausgeprägten schwarzbraunen Fleck in Hufeisenform.
Meist bewegt sich das Rebhuhn schreitend vorwärts, es kann aber auch schnell laufen. Der Flug mit sehr schnellem Flügelschlag erfolgt meist niedrig über dem Boden, wobei die Tiere auch längere
Gleitstrecken einlegen. Bei Gefahr drückt sich das Rebhuhn flach an den Boden.

Foto: Karsten Rotthowe
Früher war das Rebhuhn einer der häufigsten Vögel unserer Agrarlandschaft. Seit 1980 sind die Bestände des Feldvogels allerdings europaweit um 94 Prozent zurückgegangen. Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird das Rebhuhn inzwischen als „stark gefährdet“ eingestuft. Gründe dafür sind:
Höchste Zeit also, das Rebhuhn vor dem Aussterben zu retten!
Was das Rebhuhn jetzt braucht:
Mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft! Vor allem aber mehr ungenutzte, große Flächen für eine erfolgreiche Brut. Schmale Blühstreifen und andere kleinräumige Saumstrukturen werden oft nicht genutzt oder sie sind eine ökologische Falle, weil Bodenprädatoren hier leichtes Spiel haben. Mehrjährige Brachen und eine extensivere Bewirtschaftung helfen dem Rebhuhn, wieder Fuß zu fassen. Auch der Verzicht auf Pestizide und eine angepasste Düngung fördern die Vielfalt von Insekten und Wildkräutern – und damit die Nahrung für Alt- und Jungvögel.
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/1991-rebhuhn/index.html
Gefährdung nach RL Deutschland: https://www.dda-web.de/voegel/voegel-in-deutschland/Rebhuhn/; Trend (5 Jahre, 2017-2022)
Detaillierte Info zum Bestand weltweit: https://birdsoftheworld.org/bow/species/grypar/cur/demography